ESV Herren 1 – Eisenbahner beenden Krise!

ESV Herren 1

Eisenbahner beenden Krise!

 

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SC Arcadia Messestadt – ESV München Ost 1:4 (1:1)

 

Am 16. Spieltag der Kreisklasse 5 trafen die Eisenbahner auf den neuntplatzierten SC Arcadia Messestadt. Diese waren in der Saison 23/24 gemeinsam mit den Ostlern in die Kreisklasse aufgestiegen und etablierten sich dort seitdem. Die Erste der Eisenbahner hatte zuletzt gegen die Topteams Trudering und Gartenstadt lediglich einen Punkt aus zwei Spielen geholt und dadurch etwas Boden auf die Konkurrenz verloren. Im neuen Selbstverständnis der Ostler reichte das bereits aus, um im Vereinsumfeld von einer Krise zu sprechen.

Mit dem letzten Aufgebot und acht verletzten oder erkrankten potenziellen Stammspielern reisten die Eisenbahner somit stark angeschlagen zum schweren Auswärtsspiel auf einem eigentlich unbespielbaren Kunstrasen in die Messestadt. Die Mannschaft nahm sich vor sich wieder auf ihre Stärken aus der Hinrunde zu besinnen. Im Vergleich zum Spiel gegen Gartenstadt Trudering veränderte Coach Thomas Bauer die Startaufstellung notgedrungen auf drei Positionen. Für die verletzten oder erkrankten Niklas Huff, Altin Kolgeci und Cedric Kitcho, rückten Denys Kessler, Himmet Turan und Essofadh Amidou (originär Kader der zweiten Mannschaft) in die Startaufstellung.

Die Eisenbahner begannen in der Anfangsviertelstunde abwartend und geduldig. Nach 17 Minuten nutzte Antonio Leone einen Fehler des Heimtorwarts, der einen langen Ball von Ostler-Kapitän Felix Sebald unterschätzte, eiskalt aus und schob zur Führung für die Eisenbahner ein. Die Heimelf nutzte ihrerseits ebenfalls die erste gute Gelegenheit und glich aus (24.). Anschließend drückte die Heimelf etwas, ohne jedoch klare Chancen herauszuspielen. Gegen Ende der ersten Halbzeit kippte dann das Momentum klar zugunsten der Eisenbahner die nun drei Topchancen in fünf Minuten kreierten, jedoch teils kläglich vergaben. So ging es mit einem Unentschieden in die Pause.

Aus der Pause kamen die Ostler mit merklich Wut im Bauch und versuchten nun das Spielglück wieder zu erzwingen. Unmittelbar nach Wiederanpfiff nutzte Luca Jesse auf Vorarbeit von Toni Leone den nächsten gut vorgetragenen Angriff zur erneuten Führung (46.). Anders als in der ersten Hälfte legten die Eisenbahner jedoch direkt nach. Einen der zahlreichen guten Standards von Louis Bauer nutzte Marco Stubenrauch per Kopf und erhöhte (50.). Danach wirkte die Gegenwehr der Heimelf größtenteils gebrochen. Diese versuchten zwar alles, konnten jedoch nicht mehr zwingend werden. In der 75. Minute zeigte der sehr souveräne Schiedsrichter nach einer undurchsichtigen Situation im Strafraum der Ostler einem Heimakteur wegen einer Tätlichkeit die rote Karte. Dieser war zuvor möglicherweise unabsichtlich auf den am Boden liegenden Moritz Borggräfe getreten. Der Spieler der Heimelf entschuldigte sich nach Schlusspfiff sehr fair beim Spieler der Ostler. Damit war in diesem Spiel die Messe gelesen. Die Eisenbahner hatten einige Kontergelegenheiten, die aber nicht mehr mit letzter Konsequenz ausgespielt wurden. In der 84. Minute nutzte Lukas Sebald auf Vorlage von Moritz Borggräfe eine dieser Chancen zum 1:4 Endstand.

Durch den Sieg bleibt die Ausgangssituation an der Tabellenspitze unverändert, da auch die Konkurrenz ihre Hausaufgaben erledigt hat. Da die Verfolger Niksar Spor und Petrolspor erneut patzten, kann man ab dieser Woche realistisch von einem Dreikampf sprechen. In der Folgewoche spielen die Eisenbahner am Samstag zuhause gegen die formstarke Zweitvertretung des FC Phönix. Mit einem Sieg können die Eisenbahner das Primärziel Klassenerhalt klarmachen und für das nächste Jahr mindestens mit der Kreisklasse planen. Zudem will man den Druck auf Trudering nach oben erhöhen und Gartenstadt weiter auf Distanz halten.

 

Der ESV spielte mit:

Denys, Luca, Himmet, Felix, Jonas, Eso, Lukas, Antonio, Alex, Louis, Marco, Leon, Moritz, Eray, Mo, Diyar, Niklas

Torschützen: 0:1 Antonio (17.), 1:1 Serdar (24.), 1:2 Luca (46.), 1:3 Marco (50.), 1:4 Lukas (84.)