ESV Herren 1
Klarer Sieg beim FC Perlach!

Kreisklasse 5
FC Perlach - ESV München Ost 0:6 (0:2)
Am 18. Spieltag der Kreisklasse 5 München reisten die Eisenbahner zum Schlusslicht nach Perlach. Während die Vorzeichen bei dem deutlichen 7:0 Heimerfolg in der Hinrunde noch die eines Topspiels auf Augenhöhe waren, lag die Favoritenrolle nach einem beispiellosen Aderlass beim FC Perlach klar bei den Eisenbahnern. Eine Rolle, die das junge Team von der Paul-Wassermann-Straße ungern für sich beansprucht.
Im Vergleich zum Arbeitssieg gegen Phönix musste Coach Thomas Bauer auf zwei Positionen umbauen. Für den arbeitsbedingt zunächst abwesenden Kapitän Felix Sebald und den angeschlagenen Himmet Turan, begannen Rückkehrer Luca Jesse und der wiedergenesene Marcel Bauer. Die Kapitänsbinde übernahm Torwart Niklas Huff.
Die Eisenbahner starteten gegen tiefstehende Perlacher dominant und mit viel Ballbesitz. Erste Halbchancen durch Essofadh Amidou und Lukas Sebald blieben ungenutzt. In der 10. Minute überlupfte Linksaußen Luca Jesse seinen Gegenspieler im gegnerischen Strafraum und fand in der Mitte den einstartenden Essofadh Amidou, der unter Bedrängnis per Kopf die Führung für die Eisenbahner besorgte. Der erste Treffer im Trikot der ersten Herrenmannschaft für den jungen Außenstürmer. Anschließend waren die Eisenbahner bemüht mit einem schnellen zweiten Treffer früh für klare Verhältnisse zu sorgen. In der 25. Minute legte Marcel Bauer per Kopf auf Eckenvorlagen seines Bruders Louis Bauer das 2:0 nach. In der Folge fühlten sich die Ostler bereits zu sicher und schalteten mehrere Gänge in Intensität und Ernsthaftigkeit herunter. Die Heimelf kam so zu zwei guten Chancen, die aufgrund starker Paraden von Niklas Huff ungenutzt blieben. Mit einem 0:2 ging es in die Pause.
Coach Thomas Bauer war mit der Herangehensweise der Eisenbahner nur bedingt einverstanden und fand in der Halbzeit deutliche Worte. Zudem kamen Diyar Tandogan für Alex Köhne und Felix Sebald für den angeschlagenen Louis Bauer. In der zweiten Hälfte zeigten die Eisenbahner ein anderes Gesicht und erspielten sich in den ersten fünf Minuten bereits drei hundertprozentige, die jedoch ungenutzt blieben. Angriff und Angriff rollte nun aufs Perlacher Tor zu, doch es bedurfte Edeljoker Cedric Kitcho, der in der 66. Minute mit seinem ersten Ballkontakt auf Vorlage von Luca Jesse das 3:0 markierte. Nur vier Minuten später erlief der baumgroße Stürmer einen Schnittstellenpass von Felix Sebald und schob mit seinem gefühlt zweiten Ballkontakt zum 4:0 ein. Damit war die Moral der tapferen Heimelf gebrochen. Coach Thomas Bauer nutzte die Möglichkeit, um stark frequentierte Stammspieler wie Lukas Sebald für die kommenden Aufgaben zu schonen. Dafür kamen Vincenzo Leone und Jakob Breitsamer zu ihren Pflichtspieldebüts für die erste Mannschaft. In der 75. Minute nutzte Luca Jesse seinen gefühlt 40. Durchbruch über links und bediente im Strafraum den eingewechselten Diyar Tandogan der das 5:0 besorgte. In der 87. Minute konnte sich Luca Jesse erneut über links durchsetzen und krönte mit seiner vierten Torvorlage, diesmal für ESV-Toptorschützen Toni Leone, seine bislang wohl mit Abstand stärkste Leistung im Trikot der Ostler. Kurz darauf beendete der Schiedsrichter die Partie beim Stand von 0:6.
Die Eisenbahner spielen damit das erste Mal in der Rückrunde zu Null und beweisen, dass die zweitbeste Defensive der Liga das Verteidigen nicht verlernt hat. Zudem streichen die Eisenbahner den dritten Sieg in Folge ein und können sich durch die Niederlage von Gartenstadt Trudering im Verfolgerduell gegen Niksar Spor etwas Luft am Relegationsplatz verschaffen. Nun beginnen jedoch die Wochen der Wahrheit im Lager der Eisenbahner. In den Folgewoche stehen mit Petrolspor, Stern und Alemannia drei Schwergewichte der Liga auf dem Programm. Nach diesen drei Spielen wird man mutmaßlich wissen, wohin die Reise in dieser Saison noch gehen kann.
Aufstellung ESV:
Niklas, Luca, Jonas, Altin, Eso, Lukas, Antonio, Alex, Louis, Marco, Marcel, Vincenzo, Himmet, Felix, Cedric, Jakob, Diyar, Denys
Tore: 0:1 Eso (10.), 0:2 Marcel (25.), 0:3 Cedric (66.), 0:4 Cedric (70.), 0:5 Diyar (75.), 0:6 Antonio (87.)
